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🧭 Onthology Werkzeuge für Führung, Kommunikation & Selbstreflexion

Retro-Generator

Retro-Formate und Retro-Fragen, die zu deinem Team passen — das Schwester-Tool des Check-in-Generators für Team-Retrospektiven.

Moderations-Spickzettel

Das zuletzt angezeigte Retro-Format bildet den Ablauf, mit „Auf den Spickzettel" sammelst du die Fragen dazu, die du in der Retro stellen willst. Den fertigen Zettel kannst du drucken oder als Text kopieren.

Tipp fürs Ankommen: Die passende Eröffnungsfrage für den Check-in zu Beginn der Retro liefert dir der Check-in-Generator.

🤝 Gemeinsame Aktionspunkte

Wird lokal auf diesem Gerät zwischen den Onthology-Werkzeugen geteilt.

Ablauf-Timer

Die Phasen kommen aus dem gewählten Retro-Format, die Minuten kannst du je Phase anpassen. „Start" und „Pause" steuern den Countdown, „Nächste Phase" schaltet weiter. Ist die Zeit um, blinkt die Anzeige — mit kurzem Signalton.

00:00

    Einstellungen

    Dein Wunsch-Profil

    Stelle ein, wie deine ideale Retro aussieht. Fragen und Formate werden nach der geringsten Varianz zu deinem Profil sortiert — je näher etwas an deinen Einstellungen liegt, desto weiter oben erscheint es und desto eher wird es angezeigt.

    Fragen-Kategorien

    Retro-Formate

    Profil pro Team / Klient speichern

    Automatische Kalibrierung

    Keine Lust, an Reglern zu drehen? Lass das Profil sich selbst einstellen: Der Generator zeigt dir Fragenpaare — du wählst jeweils die Frage, die für dein Team besser passt. Mit jeder Wahl rückt das Profil näher an deinen Geschmack — und damit auch die Format-Empfehlung. Du entscheidest, wann Schluss ist.

    Beste Treffer für dein Profil

    Top 3 Formate

      Top 10 Fragen

        Erklärung

        Das Punktesystem im Detail

        Alle Retro-Fragen und Retro-Formate in diesem Generator wurden auf fünf Dimensionen mit jeweils 1 bis 5 Punkten bewertet. Die Dimensionen sind dieselben wie im Check-in-Generator — sie beschreiben, was eine Retro für ein konkretes Team leistbar und wirksam macht (siehe Forschungsgrundlage).

        Die fünf Dimensionen

        So wird gerechnet

        Dein Wunsch-Profil besteht aus fünf Werten (je 1–5), einem pro Dimension. Für jede Frage und jedes Format berechnet der Generator die Varianz zum Profil — die mittlere quadratische Abweichung über alle fünf Dimensionen:

        Varianz = ( (T−T)² + (E−E)² + (V−V)² + (F−F)² + (L−L)² ) ÷ 5   (jeweils Frage/Format − Profil)

        Eine Varianz von 0 bedeutet: exakter Treffer. Je größer die Varianz, desto weiter weicht der Vorschlag von deinen Wünschen ab. Zur besseren Lesbarkeit zeigen wir zusätzlich eine Passung in Prozent (100 % bei Varianz 0, 0 % bei maximal möglicher Abweichung). Durch das Quadrieren fallen einzelne große Ausreißer stärker ins Gewicht als viele kleine — ein Format, das überall „ungefähr passt", schlägt eines, das in vier Dimensionen perfekt ist und in einer völlig danebenliegt.

        Die fünf Fragen-Kategorien

        Forschungsgrundlage: Was macht eine Retrospektive wirksam?

        1. Kerths Prime Directive — der Rahmen, der Schuldzuweisung verhindert

        Norman Kerth, der Begründer der Projekt-Retrospektive, stellt jeder Retro einen Satz voran, der aus einer Fehlersuche eine Lernveranstaltung macht:

        „Unabhängig davon, was wir entdecken werden, verstehen und glauben wir aufrichtig, dass alle nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben — mit dem, was sie damals wussten, mit ihren Fähigkeiten, den verfügbaren Ressourcen und der jeweiligen Situation."
        — Norman Kerth, Project Retrospectives (2001)

        Erst dieser Rahmen erlaubt Ehrlichkeit ohne Angst. Formate mit hoher Tiefe (etwa Mad-Sad-Glad oder die Timeline-Retro) funktionieren nur, wenn die Prime Directive gelebt wird — deshalb steht sie in vielen Abläufen als erster Schritt.

        2. Psychologische Sicherheit — die Voraussetzung für ehrliche Rückschau

        Amy Edmondsons Forschung (und Googles „Project Aristotle") zeigt: Psychologische Sicherheit — das geteilte Vertrauen, im Team zwischenmenschliche Risiken eingehen zu können — ist der stärkste Prädiktor für Teamlernen und -leistung. Eine Retro ist genau so gut wie die Sicherheit im Raum: Ohne sie werden Probleme geschönt und Konflikte ausgesessen. Die Dimension Leichtigkeit misst, wie wenig Vertrauen eine Frage oder ein Format voraussetzt — neue Teams starten mit hoher Leichtigkeit (z. B. Wetterbericht), eingespielte Teams vertragen tiefe Formate. Wertschätzende Elemente (Dimension Verbindung, Kategorie „Wertschätzung") bauen diese Sicherheit aktiv mit auf.

        3. Derby & Larsen — Struktur schlägt Stimmungsrunde

        Esther Derby und Diana Larsen (Agile Retrospectives, 2006) haben den heute üblichen Fünf-Phasen-Aufbau geprägt: Ankommen → Daten sammeln → Einsichten gewinnen → Maßnahmen beschließen → Abschließen. Alle zwölf Formate in diesem Generator folgen diesem Bogen, mit Zeitangaben für eine 60-Minuten-Retro. Zwei Konsequenzen daraus stecken im Punktesystem: Die Dimension Fokus misst, wie direkt ein Format oder eine Frage auf konkrete Maßnahmen zusteuert — denn eine Retro ohne beschlossene, überprüfbare Veränderung bleibt folgenlos. Und die Dimension Energie würdigt, dass Abwechslung und spielerische Elemente (Metaphern wie Segelboot oder Heißluftballon) die Beteiligung hochhalten: Wer jede Retro gleich gestaltet, bekommt jede Retro dieselben Antworten.

        Quellen