Wiederhole die Inhalte der Onthology-Kataloge als Karteikarten nach dem SM-2-Verfahren (Spaced Repetition). Alles läuft offline in deinem Browser — keine Accounts, keine KI, keine Cloud.
Aktiviere oder deaktiviere Decks für die Lernsitzung. Deaktivierte Decks bleiben durchsuchbar, liefern aber keine fälligen Karten.
Lege beliebig viele eigene Decks mit eigenem Namen an. Eigene Karten laufen im selben SM-2-Rhythmus mit. Jedes Deck lässt sich einzeln im Anki-Textformat (.txt) sichern, in Anki importieren und wieder laden.
Jede Spalte ist eine Woche (Montag–Sonntag), jede Kachel ein Tag. Dunkler = mehr Wiederholungen an diesem Tag.
Als Text kopieren oder ausschließlich diesen Bericht drucken (ohne Bedienelemente, inkl. Kalender-Streifen).
Deine Lernstände liegen ausschließlich in diesem Browser (localStorage, Schlüssel karteikasten.v1). Sichere sie regelmäßig als JSON-Datei.
Ebbinghaus 1885: Hermann Ebbinghaus zeigte an sich selbst, dass frisch Gelerntes sehr schnell wieder verblasst — die berühmte „Vergessenskurve“. Ohne Wiederholung ist ein großer Teil einer neuen Information nach wenigen Tagen wieder weg.
Spacing-Effekt (Cepeda et al. 2006): Eine große Metaanalyse zeigt, dass verteiltes Lernen (mehrere kurze Sitzungen über Tage/Wochen verteilt) zu deutlich besserem Langzeitbehalten führt als „Cramming“ in einer einzigen langen Sitzung — bei gleichem Zeitaufwand insgesamt.
Testing-Effekt (Roediger & Karpicke 2006): Sich aktiv an eine Antwort zu erinnern (statt sie nur noch einmal zu lesen) festigt das Gedächtnis stärker als passives Wiederholen. Genau das leistet eine Karteikarte: Erst raten/erinnern, dann aufdecken.
Leitner 1972: Sebastian Leitners Karteikasten-System sortiert Karten in mehrere Fächer; wer richtig antwortet, wandert ein Fach weiter (seltener dran), wer falsch antwortet, zurück ins erste Fach. Einfach, papiertauglich — aber grob gestuft.
Wozniak SM-2, 1987: Piotr Woźniaks „SuperMemo 2“-Algorithmus verfeinert dieselbe Idee: Statt fester Fächer bekommt jede Karte ein individuelles Intervall in Tagen und einen individuellen Easiness-Faktor (EF). Dieses Werkzeug implementiert SM-2 (nicht die späteren, komplexeren SuperMemo- oder FSRS-Varianten).
Jede Karte hat drei Zahlen: die Wiederholungszahl n (wie oft in Folge „erinnert“), das Intervall I (Tage bis zur nächsten Wiedervorlage) und den Easiness-Faktor EF (Start: 2,5 — je höher, desto schneller wachsen künftige Intervalle).
Nach jeder Bewertung mit Qualität q (0–5):
n und I werden zurückgesetzt, die Karte ist morgen (I = 1) wieder fällig.I = 1 Tag; 2. Erfolg → I = 6 Tage; jeder weitere Erfolg → I = vorheriges I × EF (gerundet).EF' = EF + (0,1 − (5−q)·(0,08 + (5−q)·0,02)), nach unten begrenzt auf 1,3.Für die schnelle Bedienung mit vier Tasten wird die klassische 0–5-Skala auf vier Stufen vereinfacht — eine gängige, aber ausdrücklich illustrative Vereinfachung, nicht Teil des Originalalgorithmus:
| Taste | Button | SM-2-Qualität q | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| 1 | 😵 Nochmal | 0 | komplett vergessen, keine Erinnerung |
| 2 | 😓 Schwer | 3 | erinnert, aber mit großer Mühe |
| 3 | 🙂 Gut | 4 | erinnert, mit spürbarem Zögern |
| 4 | 😎 Leicht | 5 | sofort und mühelos erinnert |
Tastatur in der Lernsitzung: Leertaste deckt die Antwort auf, 1–4 bewerten danach.
SM-2 ist ein einfacher, seit Jahrzehnten bewährter Algorithmus — nicht der neueste Stand der Forschung (modernere Planer wie FSRS nutzen mehr Parameter). Die Selbstbewertung bleibt subjektiv; die Zahlen (EF, Intervalle) sind Steuergrößen des Algorithmus, keine gemessenen Fakten über dein Gedächtnis. „Gelernt“ heißt hier: mindestens einmal wiederholt — keine Garantie, dass du eine Prüfung dazu bestehst.
Verwandt in der Suite: 📚 Lernstrategie-Trainer — warum SM-2 wirkt (Testing- und Spacing-Effekt) und welche Lernstrategie wann trägt.