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🧭 Onthology Werkzeuge für Führung, Kommunikation & Selbstreflexion

🅰️ Logo-Werkstatt

Buchstaben aus freien Schriften als Vektor-Konturen in die Fläche setzen, verschieben, skalieren, färben — und als SVG oder PNG ausgeben. Alles läuft offline im Browser: die Schriftdateien bleiben auf dem Gerät, es wird nichts geladen und nichts übertragen.

Konturen lassen sich im Knotenmodus (✒️) Punkt für Punkt bearbeiten — Segmente wahlweise als Linie, Bézier-Kurve oder Klothoide (Euler-Spirale, Krümmung wächst linear; Prüfanzeige: Krümmungskamm). Füllungen als Farbe oder OKLab-Verlauf mit OKLCH-Wähler; SVG-Import inklusive.

Bühne

100 %
Bereit.

1 · Schrift & Buchstaben

Schriftdateien (.ttf, .otf, .ttc, .woff, .woff2*) laden — per Auswahl oder Ziehen und Ablegen. *WOFF2 braucht das Brotli-Entpacken des Browsers (DecompressionStream); fehlt es, sagt die Meldung, dass die .ttf/.otf-Fassung nötig ist — WOFF (zlib) geht überall. Es wird keine Schrift aus dem Netz geholt: nimm z. B. Familien von Google Fonts (fast alle unter der SIL Open Font License, die das Erzeugen von Logos und Grafiken aus den Konturen ausdrücklich erlaubt) oder Schriften deines Systems.

0 Schriften
… oder Schriftdateien hierher ziehen

2 · Objekte

Ergebnisse sind Linienzüge (Béziers abgeflacht, Toleranz 0,2)
Muster: ×
1 Objekt: am Dokument ausrichten · mehrere: an der Auswahl
OKLCH-Farbwähler(wahrnehmungsuniform, wie in der Bild-Werkstatt)
L47 %
C0.11
H183°
#0f766e

Auf der Bühne: klicken = auswählen, ziehen = verschieben, Eckgriff = skalieren, Umschalt+Klick = zur Auswahl hinzufügen, Pfeiltasten = 1 Einheit (mit Umschalt 10), Entf = löschen, Esc = Auswahl aufheben.

3 · Dokument

Die Einheit gilt für Dokument und Objekte: bei mm trägt das exportierte SVG width="…mm" und eine viewBox in denselben Zahlen — es druckt also maßhaltig.

4 · Export & Projekt

Buchstaben werden als Pfade exportiert — die SVG-Datei braucht die Schrift also nicht. Das Projekt-JSON ist die Arbeitsdatei (behält Objekt-Herkunft und später die Klothoiden-Parameter); benannte Stände liegen im localStorage dieses Browsers (Store logo-werkstatt.v1).

5 · Gestaltungs-Checkliste (Empirie, keine Punktzahl)

Befunde aus begutachteter Forschung — als Prüffragen mit Wirkungsrichtung, bewusst ohne Bewertungszahl: Die Studien tragen Tendenzen, keine Noten.

Anleitung — so arbeitest du mit der Logo-Werkstatt

Der rote Faden: Schrift laden → Wort einsetzen → Formen anpassen → kombinieren → exportieren. Jeder Schritt im Detail zum Aufklappen:

1 · Schrift laden — Dateien, Systemschriften, mehrere Schriften parallel

Über „📂 Schriftdateien wählen …“ oder per Ziehen & Ablegen auf das gestrichelte Feld lädst du .ttf, .otf, .ttc, .woff und .woff2. „🖥️ Systemschriften …“ holt zunächst nur die Namen der installierten Schriften (nur Chromium/Edge, fragt um Erlaubnis) in eine eingeklappte Liste — geladen wird eine Systemschrift erst, wenn du sie dort anklickst oder unten im Schrift-Menü auswählst. Es wird nie etwas aus dem Netz geladen — gut geeignet sind heruntergeladene Google-Fonts-Familien (SIL Open Font License: Logos aus den Konturen sind ausdrücklich erlaubt). Du kannst beliebig viele Schriften gleichzeitig laden und je Wort wechseln; die Liste unter dem Ladefeld zeigt zu jeder Schrift, was sie mitbringt: Kerning-Quelle, Ligaturen, Kontextformen, Anker (mark/mkmk/curs), variable Achsen.

2 · Wort einsetzen — Größe, Sperrung, OpenType-Schalter, variable Achsen, Sprachen

Schrift im Menü wählen, Text in „Buchstaben / Wort“ tippen, Schriftgröße (in Dokumenteinheiten) und Sperrung (zusätzlicher Abstand zwischen den Buchstaben, auch negativ) einstellen. Die Schalter steuern die Schriftformung:

  • Kerning — die Paarabstände der Schrift (AV, To, …), samt Kontext-Kerning.
  • Ligaturen — fi, fl, ffi …; eine Ligatur wird ein Objekt.
  • Kontextformen (calt) — Formvarianten je nach Nachbarbuchstaben (typisch bei Schreibschriften).
  • Stilalternativen (salt/swsh) — Zier- und Alternativformen, falls die Schrift welche hat.
  • Akzente ankern (mark/mkmk) — Kombinationszeichen (z. B. x + ́) docken an den Ankerpunkten der Schrift an, auch gestapelt.
  • Kursiv-Anschluss (curs) — verbundene Schreibschriften docken Glyph an Glyph an.

Bei variablen Schriften erscheint das Achsen-Feld: Regler (z. B. wght/wdth) oder benannte Instanzen wählen — die Lage wirkt beim Einsetzen, und über „Auf gewählte Buchstaben anwenden“ auch nachträglich. Andere Schriftsysteme: Arabisch und Hebräisch werden erkannt und von rechts nach links gesetzt (Arabisch mit korrekten Verbindungsformen und Lam-Alef), Devanagari mit Matra-Umstellung. „Konturen einsetzen“ erzeugt je Buchstaben ein eigenes Objekt; „Als ein Objekt einsetzen“ fasst das ganze Wort zu einem Pfad zusammen (praktisch zum Skalieren/Färben am Stück).

3 · Auf der Bühne arbeiten — auswählen, verschieben, Formen aufziehen, Zoom

Mit dem Werkzeug ➤ Auswahl (V): klicken = auswählen, ziehen = verschieben, Eckgriff = skalieren, Umschalt+Klick = zur Auswahl hinzufügen, Pfeiltasten = 1 Einheit (mit Umschalt 10), Entf = löschen, Esc = Auswahl aufheben. Exakte Werte stehen unter „2 · Objekte“ in X/Y/Größe %. ▭ Rechteck (R) und ◯ Ellipse (E) ziehst du direkt auf der Bühne auf. Zoom über −/+/Einpassen oder Strg+Mausrad. Die Stapelreihenfolge regeln ▲ nach vorn / ▼ nach hinten, ⧉ verdoppeln kopiert die Auswahl.

4 · Knotenmodus — Punkte, Linien, Béziers, Klothoiden, Krümmungskamm

Objekt auswählen, dann ✒️ Knoten (N): Jeder Punkt der Kontur wird greifbar. Knoten ziehen, Griffe formen die Kurve; ◇ Ecke lässt die Griffe unabhängig, ○ Glatt spiegelt sie. Segment danach schaltet das Stück hinter dem gewählten Knoten um: — Linie, ∿ Kurve (kubische Bézier) oder ☡ Klothoide (Euler-Spirale — die Krümmung wächst linear, der harmonischste Übergang; die Richtung kommt aus den Griffen). + einfügen setzt einen Knoten in die Segmentmitte (auch per Doppelklick auf die Kontur), 🗑 löscht den gewählten. Der Krümmungskamm zeichnet die Krümmung als Kamm an die Kontur: Sprünge im Kamm = sichtbare Knicke im Licht — für Logos lohnt ein stetiger Kamm. ✓ Fertig führt zurück zur Auswahl.

5 · Farben & Verläufe — Füllung, Linie, OKLab-Verläufe, OKLCH-Wähler

Unter „2 · Objekte“: Füllung als Farbe oder Verlauf (linear/radial) — Stopps in der Liste anlegen, Lage und Richtung des Verlaufs an den Griffen direkt auf der Bühne ziehen; interpoliert wird wahrnehmungsuniform in OKLab. Linie mit eigener Farbe und Breite (die Breite bleibt beim Skalieren in Dokumenteinheiten stabil). Der OKLCH-Wähler (Helligkeit, Chroma, Farbton) wirkt wahlweise auf Füllung, Linie oder den gewählten Verlaufsstopp — gleiche L-Werte wirken gleich hell, gut für stimmige Paletten.

6 · Formen kombinieren — boolesche Operationen, Kontur→Fläche, Muster, Ausrichten

Mehrere Objekte auswählen, dann: ∪ Vereinigen verschmilzt alles zu einer Form, − Abziehen stanzt das oberste Objekt aus den übrigen (wie in Inkscape: unten minus oben), ∩ Schneiden behält nur die gemeinsame Fläche. ⭘ Kontur → Fläche verwandelt die Linie eines Objekts in eine füllbare Fläche (runde Gelenke und Kappen) — so werden aus Linienzügen stanzbare Formen. Muster vervielfältigt die Auswahl als Raster (Spalten × Zeilen, Abstände) oder im Kreis (Anzahl, Mittelpunkt, wahlweise mitdrehen). Die Ausrichten-Knöpfe setzen Kanten bündig bzw. zentrieren — ein Objekt richtet sich am Dokument aus, mehrere an der Auswahl; ⇶ verteilt ab drei Objekten gleichmäßig.

7 · Dokument, Export & Projekt — SVG, PNG, maßhaltige mm, Stände im Browser

Unter „3 · Dokument“ stellst du Breite/Höhe und die Einheit ein — bei mm exportiert das SVG maßhaltig (druckfertig); „Auf Inhalt zuschneiden“ passt das Dokument mit Rand an die Objekte an, eine Hintergrundfläche ist zuschaltbar. Unter „4 · Export“: SVG speichern (Buchstaben sind Pfade — die Datei braucht die Schrift nicht), SVG-Code kopieren für direktes Einbetten, PNG speichern in wählbarer Breite — die Kleinstprobe (16 px) verrät, ob das Logo als Favicon funktioniert. Das Projekt-JSON ist die Arbeitsdatei (behält Herkunft, Achslagen, Knoten und Klothoiden-Parameter) — zum Weiterarbeiten immer zusätzlich zum SVG sichern. SVG importieren holt fremde Vektorgrafiken als bearbeitbare Objekte herein. Benannte Stände liegen im Browser (localStorage) und lassen sich jederzeit zurückholen.

8 · Typischer Ablauf — vom leeren Blatt zur Wortmarke
  1. Schrift laden (z. B. eine Variable von Google Fonts) und das Wort mit 160–240 px einsetzen.
  2. Achslage (Gewicht/Breite) abstimmen, Kerning/Ligaturen anlassen, Sperrung fein justieren.
  3. Einen Buchstaben im Knotenmodus individualisieren — etwa eine Ecke runden (Klothoide!) oder eine Punze öffnen; der Krümmungskamm prüft die Übergänge.
  4. Signet dazu: Rechteck/Ellipse aufziehen, mit − Abziehen anschneiden oder per Muster im Kreis anordnen; mit dem Wort bündig ausrichten.
  5. Farben über den OKLCH-Wähler, ggf. ein dezenter Verlauf.
  6. Gestaltungs-Checkliste (Karte 5) durchgehen, PNG-Kleinstprobe machen.
  7. Projekt-JSON sichern, SVG (mm für Druck) und PNG exportieren.

Über dieses Werkzeug

Die Konturen werden aus der Schriftdatei selbst gelesen: TrueType (glyf, exakt quadratisch→kubisch umgerechnet) und OpenType-PS/CFF (.otf, Type-2-Charstrings inkl. Subroutinen und Flex), dazu cmap, hmtx, kern/GPOS. Klothoiden-Segmente lösen die G¹-Interpolation nach Bertolazzi & Frego (2015) und werden mit belegter Toleranz als kubische Béziers exportiert (Levien 2018). Variable Schriften werden über fvar/avar/gvar interpoliert, variable CFF2 über blend/vsindex mit ItemVariationStore und HVAR (Achsregler erscheinen automatisch); CID-keyed CFF (große CJK-Schriften, FDArray/FDSelect) und die Container WOFF/WOFF2 (transformierte glyf/loca/hmtx werden zurückgebaut) sind eingebaut. Beim Einsetzen formt eine GSUB-Engine den Text mit allen Lookup-Typen 1–8: Ligaturen (liga/rlig), Kontextformen (calt, Typ 5/6 in allen drei Formaten mit Rückblick, Vorschau und verschachtelten Records), Mehrfach-, Alternativ- und rückwärts verkettete Substitution; ccmp läuft automatisch mit, Stilalternativen (salt/swsh) sind zuschaltbar. GPOS-Anker (mark/mkmk) heften Akzente an ihre Basis — inklusive Akzent-Stapeln, Ankern je Ligatur-Komponente (Typ 5: „f ́ i“ behält den Akzent auf dem f der Ligatur), GDEF-Glyphklassen und LookupFlag-Filtern (MarkAttachmentType, MarkFilteringSets); der Kursiv-Anschluss (curs) verbindet Glyphen an Ein-/Austritts-Ankern, auch rückwärts gekettet (RightToLeft-Flag); kontextuelle Positionierung (Typ 7/8) justiert Versatz und Vorschub nur im passenden Umfeld (Kontext-Kerning). Arabisch wird über die Verbindungsanalyse geformt (isol/init/medi/fina je Position, Lam-Alef-Pflichtligatur, Anzeige von rechts nach links — auch Hebräisch); Devanagari bekommt das Vorbasis-Matra-Reordering samt abvm/blwm-Ankern. Boolesche Operationen (∪ − ∩), Kontur → Fläche und Kreis-Muster arbeiten nach dem Konzept-Weg Flatten + Polygon-Clipping und liefern Linienzüge. Noch nicht enthalten: indische Halbformen/Konjunkte/Reph, Nastaliq-Kursive und BiDi-Mischtext — HarfBuzz-Terrain; GSUB und GPOS (je Typ 1–8), arabische Verbindungsschrift und Devanagari-Grundsilben sind eingebaut.

Lizenzhinweis: Schriften unter der SIL Open Font License dürfen für Logos und Grafiken benutzt werden, auch als Konturen, ohne Nennungspflicht; die Klausel „Reserved Font Name" betrifft nur abgeleitete Schriften. Marken- und Designrecht sind davon unabhängig — das prüft dieses Werkzeug nicht.