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🧭 Onthology Werkzeuge für Führung, Kommunikation & Selbstreflexion

Präsentations-Trainer

Präsentationen strukturieren und üben — Kernbotschaft & Publikum, Storyline (Monroe oder Minto-Pyramide), Folien-Check gegen Antipatterns und ein Übungsmodus mit Timer, optionaler lokaler Audio-Aufnahme und Verlauf. Kein LLM, keine Accounts. Alles im Browser.

Automatisch im Browser gespeichert (localStorage). Audio-Aufnahmen liegen getrennt in IndexedDB.

Kernbotschaft

Eine gute Präsentation hat eine Kernbotschaft, in einem Satz sagbar (Minto 1987; Duarte 2010). Faustregel — illustrativ, keine harte Grenze: unter ~140 Zeichen, etwa ein Atemzug.

Zeichen: 0 / 140

Publikumsanalyse

Nach dem Vortrag soll mein Publikum …

„So-what?“-Test

Frage ausgehend von der Kernbotschaft immer wieder „Na und? Was heißt das für mein Publikum?“ — bis eine Aussage steht, die unmittelbar sagt, was dein Publikum danach tun, denken oder fühlen soll.

Storyline — ein Gerüst wählen

Beide Gerüste sind bewährte Erzählstrukturen. Monroe's Motivated Sequence eignet sich für überzeugende, handlungsauffordernde Vorträge (Monroe 1935). Die Minto-Pyramide eignet sich für ergebnisorientierte, faktenbasierte Vorträge (Minto 1987, SCQA). Beide Formulare bleiben erhalten, auch wenn du wechselst.

Monroe's Motivated Sequence

Minto-Pyramide (SCQA)

Stützpunkte (MECE — überschneidungsfrei, gemeinsam vollständig)

Erzeugt/ersetzt die Gliederung unten aus dem gewählten Gerüst.

Gliederung (umsortierbar)

Folien-Check

Checkliste gegen verbreitete Antipatterns, orientiert an Mayers Multimedia-Prinzipien (Mayer 2001/2009): Kohärenz (nichts Irrelevantes), Signalisierung (Struktur sichtbar machen) und Redundanz vermeiden (nicht vorlesen). Hake ab, was zutrifft, und gib je Prinzip eine Selbsteinschätzung (Ampel) ab.

Faustregeln (allgemein)

Zusätzliche, weit verbreitete Gestaltungs-Faustregeln — illustrative Richtwerte, keine strengen Normen.

Übungsmodus

Funktioniert vollständig ohne Mikrofon: Timer mit Ziel-Redezeit, Abschnitts-Marken aus deiner Gliederung, Selbst-Debrief und Verlauf. Die Audio-Aufnahme ist optional, freiwillig und bleibt in diesem Browser — es wird nichts hochgeladen.

00:00

Verlauf der Durchläufe

Lampenfieber

Redeangst (Public Speaking Anxiety) ist verbreitet und behandelbar. Eine Meta-Analyse (Bodie 2010) findet Belege für Kompetenztraining/Exposition, systematische Desensibilisierung/Entspannung und kognitive Umstrukturierung. Ergänzend zeigt Brooks (2014): Aufregung umzudeuten („Ich bin aufgeregt“ statt „Ich bin nervös/ruhig“) verbessert die wahrgenommene Leistung eher als der Versuch, sich zu beruhigen — weil Aufregung und Angst beide Zustände hoher Erregung sind und die Umdeutung leichter fällt als die Herabregulierung. Kein Ersatz für professionelle Unterstützung bei starker, anhaltender Angst.

Forschungsgrundlage

Der Präsentations-Trainer verbindet vier Schritte: Kernbotschaft & Publikum, ein Storyline-Gerüst, einen Folien-Check und den Übungsmodus mit Verlauf.

Kernbotschaft und Publikumsorientierung

Eine Präsentation braucht eine einzige, klar formulierbare Kernbotschaft (Minto 1987: „governing thought“; Duarte 2010: Resonate — Botschaft und Publikumsbedürfnis zusammenbringen). Die klassische Rhetorik unterscheidet Ethos, Pathos, Logos (Aristoteles) als Wirkweisen — wer sein Publikum kennt (Vorwissen, Erwartungen, gewünschte Wirkung), kann gezielter überzeugen. Der „So-what?“-Test macht die Publikumsrelevanz der Kernbotschaft explizit.

Zwei Storyline-Gerüste

Monroe's Motivated Sequence (Monroe 1935) strukturiert überzeugende Reden in fünf Schritten: Attention, Need, Satisfaction, Visualization, Action — bis heute ein Standard der Sprechkommunikation. Die Minto-Pyramide (Minto 1987) strukturiert faktenbasierte, ergebnisorientierte Kommunikation nach dem SCQA-Muster (Situation, Complication, Question, Answer) mit MECE-Stützpunkten (überschneidungsfrei, gemeinsam vollständig) — verbreitet in Beratung und Management.

Multimedia-Prinzipien nach Mayer

Richard E. Mayers Forschung zu multimedialem Lernen (Mayer 2001/2009), aufbauend auf der Cognitive-Load-Theory (Sweller 1988), begründet u. a.: das Kohärenz-Prinzip (irrelevantes Material weglassen), das Signalisierungs-Prinzip (Struktur durch Hinweisreize sichtbar machen) und das Redundanz-Prinzip (identischen Text nicht gleichzeitig zeigen und vorlesen). Die begrenzte Kapazität des Arbeitsgedächtnisses wird sonst unnötig belastet.

Lampenfieber — Befund und Umgang

Bodie (2010) ordnet Redeangst als verbreitetes, behandelbares Phänomen ein und benennt wirksame Ansätze: Kompetenztraining/Exposition (Übung reduziert Angst), systematische Desensibilisierung/Entspannung sowie kognitive Umstrukturierung. Brooks (2014) zeigt experimentell: die Reappraisal-Strategie („aufgeregt“ statt „nervös“ sagen) verbessert die Leistung, weil sie die hohe Erregung nicht wegregulieren, sondern nur umdeuten muss.

Quellen

Verwandt in der Suite: 📝 Executive-Schreibwerkstatt — das schriftliche Pendant: Memos, Ein-Seiter, Board-Vorlagen.

Wichtig — ehrliche Einordnung: Der Trainer ist ein Übungs- und Reflexionswerkzeug, kein diagnostisches Verfahren. Selbsteinschätzungen (Ampel, Debrief) sind illustrativ und subjektiv, nicht empirisch validiert.